Sonntag, 30. Juli 2023

"Ankern? Was soll daran schon schwer sein?"

Der 21kg-Bügelanker auf meiner Levje. Eigentlich vertraue ich ihm uneingeschränkt - bis ich drei Mal ins Slippen geriet. Aber warum?
Wieso uns simple Fehler beim Ankern klüger machen und warum lernen ohne Fehler nicht geht, zeigt der folgende Post.
 
Eigentlich hab ich Ankern drauf, nach 25 Jahren Segeln und soundsovielen Seemeilen. Hat man das wirklich? Denn immer wieder unterlaufen mir dabei Fehler. Wer glaubt, dass diese Fehler nur den Einsteigern passieren, liegt vollkommen falsch, denn eines ist an Fehlern gewiss: Einsteiger begehen Fehler aus Mangel an Erfahrung. Profis begehen sie, weil sich Routine einschleicht, weil man denkt, man hätte alles schon einmal gesehen. Meine persönliche Hitliste meiner Ankerfehler:

Ankerfehler Nr. 1: "Ich hab ziemlich viel Kette draußen!"

Hab ich wirklich? Was hab ich mich schon in den Buchten südlich von Milna auf der kroatischen Insel Brac abgemüht. Der Anker wollte und wollte auch beim 13. Versuch nicht halten. Bis ein freundlicher Nachbarlieger mir sagte: "Der Grund fällt hier steil ab. Wenn du mit Landleine festmachst, musst du mindestens 50 Meter Kette raushauen. Sonst ist das immer zuwenig, und der Anker hält nicht."

Aber es braucht nicht die Buchten südlich von Milna, um sich in der Kettenlänge zu irren. Pfingsten in den Lagunen  von Grado ging LEVJE auf Slip, weil ich darauf vertraut hatte, ausreichend Kette gesteckt zu haben, ohne das wirklich überprüft zu haben.

Ankerfehler Nr. 2: "Ist doch bloß ein kurzer Badestopp. Wir bleiben ja nicht lang."

Wer hat das nicht schon in Kroatien erlebt: Das Wetter ist ruhig. Keine Wolke. Kein Lüftchen. Weit draußen zieht gemächlich eine Fähre vorbei. Was soll schon schiefgehen? Aber keine 5 Minuten später ist der Fährenschwell in der Bucht und lässt die Yachten in der Bucht tanzen und schlingern wie besoffen. Wer jetzt zu nah am Nachbarn liegt und den Anker nicht fest eingefahren hat, den kann es einfach 10 Meter nach hinten setzen. Hinein in den Nebenmann.

Ankerfehler Nr. 3: "Mit meinem Anker ankere ich überall. Der hält immer!"

Tut er das wirklich? Auf meiner Levje fahre ich einen Bügelanker. Satte 21 Kilogramm wiegt er. Er ist 3kg schwerer, als er für Levje's 37 Fuß und deren Verdrängung sein müsste. Obwohl ich pingelig bin, was das Einfahren des Ankers angeht, brauchte ich eine Weile, bis ich kapierte, dass mein Held, mein Bügelanker, auf den ich schwöre, eben doch nicht überall gleichermaßem gut hält. Sondern mich in kritischen Situationen auch mal im Stich ließ.

Ankerfehler Nr. 4: "Wir ankern immer im Päckchen mit zwei Ankern! Da liegen wir in Böen am sichersten."

Klingt eigentlich logisch. Ist aber ein fataler Fehler. Wieso? Wer es nicht weiß, der möge mir bitte schreiben. Ich liefere die Auflösung. Per Mail. Und in meinem Webinar ANKERN - SO KLAPPTS IM MITTELMEER jetzt am kommenden Dienstag, 1. August 2023 um 19:30 Uhr sowie am 22. August 2023 zusammen mit SEA HELP. Für weitere Infos hier klicken. 

Da erzähle ich auch, wie man besten meine 4 Fehler, sondern die größten 7 Fehler beim Ankern vermeiden kann. 

Nachts auf Levje beim Schreiben eines Posts. Hier in Venedig. 


Montag, 24. Juli 2023

"Gewitter? Sind zuverlässig vorhersagbar!" Ein Segler-Mythos?

Die Gewitterfront vom 21. Juli 2023 erreicht einen Hafen. Oft sind es vor allem die meistbenutzten Wetterseiten auch für Segler, die Unwetter nicht präzise in ihren Ausmaßen vorhersagen. 







Nordadria, Donnerstag, 21. Juli 2023

Der üblicherweise sehr zuverlässige kroatische Wetterbericht www.meteo.hr brachte für vergangenen Donnerstag folgende Wettervorhersage:



"Mitteladria strichweise Gewitter". "Frontsystem... überwiegend nördlich der Adria". Vier Stunden später zog eine vom Appenin bis nach Wien reichende Gewitterfront über die Nordadria. Sie sah so aus:

Die Gewitterfront über der Nordadria, dargestellt in echten Blitzen auf der Website www.blitzortung.org, die in Echtzeit weltweit jeden Blitz erfasst und damit die realen Dimensionen eines heranziehenden Gewitters (und nicht nur die Prognose) abbildet.


Die Realität sah so aus: Hagelkörner im Durchmesser 6-8 Zentimeter. Und harte Böen.


... und bei Einsetzen des Gewitters die typischen Böen in Sturmstärke, hier über einem Strand an der Nordadria.

Wie gestern der Triestiner Segelclub STSM in den Sozialen Medien gestern bekannt gab, kam mindestens ein Segler in dem Unwetter ums Leben. Er wurde offensichtlich vor der Bucht Cervar Porat in Istrien südlich Novigrad von den Böen überrascht und ging beim Versuch, sein Großsegel zu bergen, in den Böen über Bord. Er konnte nicht mehr gefunden werden. Die Yacht mit seiner Ehefrau erreichte dem Wortlaut der Club-Mitteilung nach sicher den Hafen Novigrad.

Auch für diese Woche warnen Meteorologen vor heftigen Wetterextremen auf der Adria und deren nördlichen Küsten. Ein Thema, das uns den Sommer über weiter nicht nur über der Adria begleiten wird.

Fazit:

Gewitter können also nicht immer präzise vorhergesagt werden. Auch das Unwetter über Süddeutschland am Nachmittag des 11. Juli 2023 wurde von den meisten deutschen Wetterseiten erst wenige Stunden vor Eintreffen prognostiziert, obwohl Experten bereits 2 Tage zuvor davor gewarnt hatten - siehe meinen Post vom 11. Juli 2023

Wissen, wie man Gewitter möglichst frühzeitig erkennt?



sowie viele weitere Themen und Termine.






 

Dienstag, 18. Juli 2023

Orca Update Juli 2023: Mehr Orcas involviert. Deutlich weniger Ruderschäden seit April 2023.

Seit Januar 2023 sucht der franco-spanische Forscher Renaud De Stephanis 
mit Unterstützung der spanischen Behörden das Rätsel der Orcas und die Ursachen der rätselhaften Attacken auf Yachtruder zu ergründen. 
Fast jeden Tag fährt er mit Segelyachten dorthin, wo verhaltensauffällige Orcas mit Rudern interagieren. Im Interview spricht Renaud De Stephanis über seine Arbeit, bisherige Ergebnisse. Und über optimale Verhaltensregeln für Segler. 

Ein Foto, das alles erklärt. Trotz mehr beteiligter Tiere verweist Renaud de Stefanis auf sinkende Anzahl von Ruderschäden seit April 2023. Im Interview erklärt er seine Strategie.


Thomas Käsbohrer: Durch Ihre Arbeit ist in die bestehende Orca-Forschung seit Januar Bewegung gekommen. Man ging bislang davon aus, dass es nur einzelne Tiere aus der semiresidenten Gruppe der Orca Iberica sind, die mit Yachten interagieren. Die Grupo Trabajo Orca Iberica sprach von 16 von insgesamt 50 Tieren der vor Gibraltar beheimateten Orcas, die Boote anrempeln. Ist das noch so? Oder gibt es neuere Erkenntnisse? 

Renaud De Stephanis: Wir gehen heute nicht von einer Gruppe aus, sondern von zwei Gruppen. Das ist bislang eine Hypothese, aber unsere Beobachtungen weisen stark in diese Richtung. Eine Gruppe ist vor dem Fischerort Barbate nordwestlich der Straße von Gibraltar aktiv an Ruderblättern dran, die andere Gruppe ist zurzeit vor Frankreich aktiv.

tk: Frankreich??

Renaud De Stephanis: Ja, vor der Gascogne nördlich der Pyrenäen gab es in den letzten Tagen zwei Interaktionen, die mit beschädigten Ruderblättern endeten. 
Was die Gruppe vor Barbate angeht, gehen diese Tiere mittlerweile auch bis ans östliche Ende der Straße von Gibraltar. Wir haben mittlerweile auch Interaktionen vor La Linea nördlich des Flughafens Gibraltar.

tk: Was ist aktuell das Ziel Ihrer Forschungen?

Renaud De Stephanis: Wir wollen drei Themen klären: Wir wollen die Anzahl der Interaktionen reduzieren. Als zweites zielen wir darauf, die Anzahl beschädigter Ruder zu reduzieren. Es soll weniger Schäden geben. Drittens arbeiten wir an den Ursachen, wie es den Orcas gelingen konnte, bislang drei Yachten zu versenken.

tk: Ich habe zu letzterem Punkt in meinem Buch DAS RÄTSEL DER ORCAS ein Interview geführt mit der Besatzung einer der gesunkenen Yachten, der Smousse. Sie gaben an, dass der Skipper für eine bevorstehende Atlantiküberquerung sein Ruder verstärkt hätte. Als das Ruderblatt nicht brach, sei der Rumpf aufgrund der kraftvollen Orca-Einwirkung auf 80 Zentimetern Länge eingerissen...


Renaud De Stephanis: ... wir denken in die gleiche Richtung. Ein beschädigtes Ruderblatt führt niemals zum Sinken einer Yacht. Ein beschädigter Rumpf schon. Wir raten deshalb dringendst von einer Verstärkung des Ruderblattes ab, das würde eine Yacht definitiv in ernsthafte Gefahr bringen.
Wir arbeiten auch an technischen Lösungen, um die Zerstörung von Ruderblättern zu vermeiden. Pinger sind - nach allem, was wir bis jetzt ausprobiert haben - jedenfalls meist wirkungslos. Unsere Idee ist, eine technische Lösung zu finden. Aber wir sind eigentlich nicht daran interessiert, dass das patentiert wird, denn es sollte eine Lösung sein, die allen uneingeschränkt zur Verfügung steht.

tk: Was gibt es bislang für Lösungen? Die Diskussion in diesem Jahr hat sich doch sichtbar verändert, nicht zuletzt dank Ihrer Arbeit seit Januar.

Renaud De Stephanis: Da ist zum einen die Initiative vieler Webseiten und WhatsApp-Gruppen, den Aufenthaltsort interagierender Orcas zeitnah für alle Skipper sichtbar zu machen. Wir arbeiten daran, noch schneller den augenblicklichen Standort von Orcas in den elektronischen Seekarten sichtbar zu machen. Anders als in den letzten zwei Jahren wissen wir heute, dass "Maschine aus" und "Stillliegen" genau der falsche Weg ist. Mit dem Stillliegen signalisiert man den Orcas ja: "Hier hast du dein Spielzeug. Nimm es!" 
Wir empfehlen stattdessen, sofort unter Motor von der Herde wegzulaufen und die 20-Meter-Linie aufzusuchen. Wir waren haben das jetzt etwa 70 Mal ausprobiert - nur einmal endete diese Taktik mit einem zerstörten Ruder. Das spricht doch für sich.

tk: Das bringt uns zu der interessanten Frage, wie sich denn die aktuellen Zahlen in diesem Sommer entwickeln? Steigt die Zahl zerstörter Yachtruder? Oder geht sie nach unten?

Renaud De Stephanis: Bis April stiegen die Zahlen. Seit April bewegen sie sich signifikant nach unten.

tk: Womit erklären Sie sich das?

Ein Foto aus vesselfinder.org. Die Website stellt in Echtzeit die laufenden Schiffsbewegungen dar. Gelbe Dreiecke markieren Frachter, violette die Segelyachten. Das Ergebnis sei eindeutig, erklärt Renaud de Stefanis unten.


Renaud De Stephanis: Statt vieler Worte schicke ich Ihnen einfach mal das obige Foto. Darin sehen Sie die Antwort. 

tk: Helfen Sie uns auf die Sprünge?

Renaud De Stephanis: Die gelben Dreiecke markieren die augenblickliche Frachtschifffahrt, die violetten Dreiecke die gerade in der Straße kreuzenden Segelyachten. Bis auf wenige Ausnahmen bewegen sich fast alle Yachten auf der 20-Meter-Linie eng an der Küste. Selbst vor Barbate. Das hat die Zahlen beschädigter Ruder deutlich nach unten gebracht.

tk: Was ist also die beste Taktik im Augenblick?

Renaud De Stephanis: Kurz gesagt: jederzeit wissen, wo die Orcas sind. Und dann ganz nah an der Küste entlang segeln auf der 20-Meter-Tiefenlinie. Dort bist du sicher.

tk: Und wie werden sich die Zahlen im Lauf des Jahres weiter entwickeln?

Renaud De Stephanis: Im Rest des Jahres? Da habe ich ehrlich gesagt nicht die leiseste Ahnung. Wenn die Segelyachten weiter nah an der Küste bleiben, werden die Zahlen in diesem Jahr deutlich niedriger ausfallen. 

Dienstag, 11. Juli 2023

Unwetterwarnung Süddeutschland für heute Abend: Orkanböen, Starkregen, große Hagelkörner sind möglich.

In seinem gestrigen Tweet machte Sebastian Wache von Wetterwelt.de auf ein Unwetter aufmerksam, 
das bis heute 13.00 Uhr noch auf kaum einer der großen Websiten wie Wetteronline oder anderen zu erkennen war. Was ist dran an Sebastians Meldung? Hier seine aktuelle Einschätzung im Telefonat vom Dienstag Vormittag.

Sebastian Waches Wettermodell erwartet eine schnell enstehende Gewitterzelle mit Spitzen-Böen bis 187 km/H vor allem auf den Binnenseen.

Thomas Käsbohrer: In deinem gestrigen Tweet hast du auf ein heftiges Unwetter aufmerksam gemacht, das bei den großen Wetterdiensten bislang nicht erwähnt wird und überhaupt nicht sichtbar ist. Bist Du dir deiner Sache sicher? Wieso sieht man das nur bei dir und auf keiner der großen Wetterseiten?

Sebastian Wache: Wir sehen uns alle möglichen Wettermodelle an. Wir schauen in alle Ecken, wo Segler betroffen sein könnten. Die Gewitterzelle ist bislang nur in ausgewählten Modellen erkennbar, denn sie wird sich erst heute Nachmittag über Frankreich im Raum Lyon - Auxerre bilden. Dass die Kaltfront, mit der wir rechnen, in der Folge so giftig und garstig wird, das ist nur in den kleinräumigen Modellen erkennbar.

Auch Windy prognostiziert die Unwetterfront, allerdings nur in einem Untermenü für das Wettermodell AROME: Mit Spitzenböen zwischen 33kn und 73kn erreicht sie laut Windy um 17 Uhr die deutsche Grenze...

tk: Welchen Wetterbedingungen erwartest du?

Sebastian Wache:  Die Superzelle wird sich erst heute am Nachmittag im Massiv Central bilden. Bei Lyon geht es Nachmittags los, wo die ersten Zellen losschießen. Daraus wird dann eine richtig lange organisierte Kaltfrontlinie entstehen, die zwischen 17 und 18 Uhr die deutsche Grenze bei Nancy und Metz überschreiten wird. Diese Linie wird sich ungewöhnlich schnell bewegen und sich auf die Linie Frankfurt - Alpenrand südlich erstrecken - also auf einer Länge von knapp 300 Kilometern in nur etwa 6 Stunden durch den Süden Deutschlands vom Elsaß bis Passau ziehen. 

tk: Was wird sie bringen?

Sebastian Wache: Wir erwarten beim Durchzug der Front Spitzenböen bis 150 km/h, also 80 Knoten. Das ist weit über den 64 Knoten für Orkan, mit denen die übliche Beaufortskala für die Windmessung arbeitet. Was wir erwarten: Starkregen. Heftige Gewitter. Große Hagelkörner. Und vor allem hohe Windgeschwindigkeiten. Die Modelle setzen bei 60 bis 80 Knoten an. Das kann vereinzelt sogar noch höher sein wegen Düsen- und Kap-Effekten. Ich hoffe, das wir genauso wie beim Sturmtief letzte Woche in Holland, das wir richtig vorhergesagt haben, möglichst viele Menschen erreichen können, denn bei solchen Windstärken sollte man keinesfalls vors Haus treten, sondern auf alle Fälle drinnen bleiben.

tk: Wie sicher ist deine Prognose?

... und erreicht gegen 20 Uhr mit Spitzenböen zwischen 33 und 61 Knoten Nordbayern.
Windy zeigt auch für die Bodenseeregion Orkanböen an...

Sebastian Wache: Daß da was kommt, ist zu 100% klar. Die Frage ist nur, wie heftig wird das? Windstärke 8 und 9 stören in Böen niemanden. Bäume knicken um. So organisiert, wie diese Linie heute Abend Süddeutschland queren will, werden in Süddeutschland Bäume umknicken. Selbst wenn wir die prognostizierten Windspitzen von 150 km/h möglicherweise nicht erreichen: 120 km/h reichen dafür auch auch schon.

Morgen früh kommt noch ein zweiter Schwung hinterher. Wird von Bern und Vaduz über Kempten und Ulm mit heftigen Böen laufen 40-60 Knoten.

... und zieht gegen 20 Uhr mit Böen bis 34 Knoten über die oberbayerischen Seen hinweg.







tk: Wieso ist das aktuell noch nirgendwo sichtbar?

Sebastian Wache: Das Sturmtief vergangene Woche in Holland wurde erst zwei Tage vorher in den Einzelmodellen sichtbar. Erst später springen alle großen Wettermodelle darauf. Klar ist: Die kühlere Luft der Front wird in sehr heiße Luft über Süddeutschland reinlaufen, mit 38° ist dasrichtig viel Energie. Zeitlich ist das noch nicht klar.

Arome ist ein kleinräumiges Modell, das nur in der Lage ist, Prognosen für 1-2 Tage vorher zu rechnen. In allen Modellen ist klar, dass eine kleine Kaltfront durchgeht, aber wie giftig das wird, sieht man erst 1-2 Tage an den kleinräumigen Modellen. Selbst das lokale Econ 2D-Modell zeigt 50-60 Knoten an. Aber auch das ist völlig kleinräumig.

tk: Sebastian, vielen Dank fürs Gespräch!


Link auf Wetterwelt.de und Sebastian Waches Wetterseminare.


Link auf meine nächsten Kroatien-Wetter-Webinare. 





Ich freue mich, wenn Sie dabei sind!
Thomas Käsbohrer

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Eine gute Mischung aus Information, Überblick, Tipps und kleinen Geschichten mit Erfahrungen und Empfehlungen."

"Der Revier-Kompass Kroatien war auf unserem Chartertörn ständig in Gebrauch."

"Außer den inzwischen verfügbaren, recht brauchbaren Apps mit Revierinformationen und diesem Führer haben wir keine weiteren Revierhandbücher verwendet und auch nicht vermisst."


Montag, 3. Juli 2023

Kroatien-Update Anfang Juli 2023: Windhosen und neue Tricksereien an Tankstellen.







Windhosen vor Pula am 1. Juli

Am vergangenen Wochenende zogen vor der Westküste Istriens Gewitter durch. Ein unbekannter Fotograf hielt am vergangenen Wochenende diese Windhose vor Pula fest und Blogger Kristijan Antic berichtete auf seinem Blog darüber. 
Anders als die meisten Yachties annehmen, "springen" Windhosen nicht wild hin und her oder "verfolgen" gar Yachten, wie man gelegentlich hört. Sie folgen bestimmten Zugbahnen, die man mit etwas Übung leicht erkennen kann und damit jeder Windhose aus dem Weg gehen kann.

Wie man Gewitter schon Stunden vorher erkennt und welchen Regeln Windhosen folgen, darüber berichte in meinem Webinar am WETTER IN KROATIEN am Donnerstag, den 6. Juli um 19.30. Tickets unter www.millemari.de.


Weitere Masche von Tankstellen-Betrug





Im REVIER KOMPASS KROATIEN rate ich immer wieder zur Achtsamkeit beim Tanken an bestimmten kroatischen Tankstellen sowohl in Häfen als auch an Land. Vor allem an den Charter-Freitagen kommt es bei bestimmten schwarzen Schafen immer wieder vor, dass die Anzeige nicht auf Null gestellt wird oder einfach Kleinigkeiten wie Kekse oder Tabak auf die Rechnung gebucht werden, die ein Kunde nie erhielt.

Auf seinem Instagram Account berichtete Christian Antic bereits im Mai von einer neuen Masche an einer Autobahn-Tankstelle zwischen Zadar und Zagreb. Laut Antics Bericht zeigte die Zapfsäule erst den Betrag von 1,37 € an. Doch mit Entnahme der Zapfsäule sprang der Betrag auf 1,74 €. Die spätere Reklamation des Kunden brachte nichts, er musste den höheren Betrag entrichten. 

Anders als bei uns sollte man vor allem an hektischen Freitagen den Tankvorgang sehr bewußt erledigen. 


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Sonntag, 25. Juni 2023

... wie wird morgen das Wetter in Kroatien?

Eine typische Vorhersage des amtlichen kroatischen Seewetterdienstes von heute, Sonntag 25. Juni 23 bis Morgen. Sie spricht in ihrer "Warnung" von möglichen Nordostböen bis 45 Knoten und möglichen Gewittern. Wie muss ich das verstehen? Kann ich guten Gewissens auslaufen? Oder sollte ich im Hafen bleiben? Ein Webinar erklärt Wetter und Wetterberichte in Kroatien.




















Für die letzte Juni-Woche 2023 sieht es im Norden Kroatiens eigentlich gut aus. Über die Woche weht ein ordentlicher Maestrale, am Dienstag etwas Bora, wie man auf dem Druckdiagramm erkennt...


Drohende Nachmittagsgewitter kann man meist schon am frühen Vormittag mit bloßem Auge an bestimmten Wolkenformationen erkennen. Eine drohende Bora hingegen nicht. Hier helfen nur Wetterberichte und spezielle Webseiten weiter.

... begleitet von Gewittern zwischen der Italienischen Küste im Norden und der Westküste Istriens. Möglicherweise ist im Norden auch zum Ende der Arbeitswoche mit Gewittern im Norden zu rechnen.

Aber woher weiß man, ob sich ein Gewitter wirklich dem Standort einer Yacht nähert? 
Ob maneinem Gewitter ausweichen kann oder nicht? 
Und: wer kann seiner Crew die Frage beantworten, wie groß die Sturm- oder Gewitterhäufigkeit an der kroatischen Küste im Juli verglichen mit dem August ist?

Diese und viele weitere Fragen beantworte ich in meinen nächsten Webinaren





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Thomas Käsbohrer

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Noch mehr über Kroatien erfahren? Jetzt auch im Podcast SEGELN IST MEER! hören:

Kroatien 2022: Günstiger Urlaub oder teures Pflaster?

Die 65 kroatischen Marinas erhöhen aktuell die Preise für Kurzzeit-Liegeplätze um 9%. Thomas und Ümit gehen dem Mythos "Kroatien ist teuer!" auf den Grund. Klären auf, wo Kroatien teuer ist, wie man um teure Ecken auf der Reise meidet - und kommen zu einem überraschenden Schluss...


Kroatien? Ist doch ein Einsteigerrevier!

Für viele - und vor allem die, die noch nicht da waren, ist Kroatien gleichbedeutend mit Badehosensegeln. Was ist dran am Mythos? Und warum ist Kroatien kein Einsteigerrevier? Wieso gelten für Nordkroatien andere Regeln als für Südkroatien? Warum sollte man besonders im Juli und August in Kroatien die Augen beim Wetter offenhalten? Thomas und Ümit fragen nach und legen offen, worauf man in Kroatien unbedingt achten sollte...

 








Warum ist die Wassertemperatur





Sonntag, 4. Juni 2023

Orca Update: Spanische Behörden ändern Richtlinien für Verhalten bei Orca-Interaktionen. Neue Erkenntnisse.

Bereits vor zwei Wochen veröffentlichte ich ein erstes Update 
über die Orca-Interaktionen, das über die Zunahme der Orca-Interaktionen 
im Frühjahr 2023 berichtet. Hier ein weiteres Update.

Die spanischen Behörden revidieren ihre bisherigen Verhaltens Maßregeln bei Orca-Attacken und formulieren sie neu. Die obige Karte der aktuellen "Hot Spots" der Orcas vor dem Fischerort Barbate entstammt den vom Ministerium veröffentlichten "Empfehlungen".
Quelle: Ministerio de Transportes, Movilidad y Agenda Urbana https://www.mitma.gob.es/marina-mercante/seguridad-maritima-y-contaminacion










1. Spanische Behörden ändern Richtlinien für das Verhalten im Fall von Orca Ruder-Attacken.

Bereits im Mai hat das Spanische Ministerium für Transport (Ministerio de Transportes, Movilidad y Agenda Urbana) in Madrid seine offiziellen Richtlinien für Skipper und Kapitäne im Fall einer Ruderattacke durch Orcas geändert. Mit seinen jüngsten Empfehlungen vollziehen die Behörden eine Abkehr von der seit 2020 empfohlenen Praxis, im Fall einer Interaktion von Schwertwalen die Yacht zu stoppen, Maschine und sämtliche Geräte abzustellen, um sich dadurch für die Orcas so uninteressant wie irgend möglich zu machen. Seit Sommer 2020 wurden vor der iberischen Halbinsel nach offizieller Schätzung mehrere Hundert Yachtruder als durch Schwertwale demoliert und drei Yachten als "gesunken infolge Orca-Interaktion" gemeldet. Inoffizielle Schätzungen in meinem Buch DAS RÄTSEL DER ORCAS gehen in beiden Fällen von weit höheren Zahlen aus.

Statt Stillhalten empfehlen die Behörden nun jeder Yacht im Fall einer Orca-Interaktion die Segel zu bergen und so schnell es geht unter Maschine in möglichst flache Gewässer abzulaufen, "bis die Orcas das Interesse verlieren."

Zugleich veröffentlichte das Ministerium die obige Karte des aktuellen Hot Spots der Orca-Ruder-Attacken vor Barbate und rät in seinen Empfehlungen dringend, vor den dort aktiven Schwertwalen bei Passagen die unmittelbare Küstennähe und Flachwasser zu suchen, soweit dies Bauart sowie Wind- und Seebedingungen erlauben.

Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass an Interaktionen beteiligte Orcas zu fotografieren sind und für jeden Skipper die Pflicht zur Meldung von Orca-Interaktionen besteht.
   
    Alle weiteren Punkte der Richtlinien finden Sie auf der Webseite des Ministiums     
    https://www.mitma.gob.es/marina-mercante/seguridad-maritima-y-contaminacion 
    sowie im Originalwortlaut in deutscher Übersetzung des ministeriellen Erlasses am Ende dieses  
    Artikels.

2. Diskussion um Sand und Knallkörper als Abwehrmittel

Während im vorangegangenen Update noch von Paul Linguard von CRUISING ASSOCIATION die Wirkung von Sand als Mittel der Abwehr der Orcas fundiert erklärt wurde, hält die Diskussion über die Zuverlässigkeit von Sand weiter an. Der spanische Orca- und Cetaceen-Forscher Renaud de Stephanis, einer von 10 für mein Buch befragten Orca-Experten, beurteilte die Wirkung von Sand unverändert skeptisch. Die Orcas hätten als intelligente Tiere längst herausgefunden, wie sie der Wirkung des Sandes auf ihre empfindliche Sonarortung aus dem Weg gehen. Davon abgesehen zeigen meine eigenen Beobachtungen von Seglern, die Sand einsetzen, in vielen Video deutliche Anwendungsfehler. Sand in voller Fahrt abzuwerfen ist sinnlos, denn der der Sand vertreibt bei fünf Knoten Fahrt durchs Wasser sofort wie jede andere ausgebrachte Substanz und sollte nur stillliegend ausgebracht werden. Manche Videos zeigen auch viel zu geringe Mengen Sand, die von Seglern aus kleinen Beuteln ausgebracht werden. Fischer führen Sand in größeren Mengen mit sich und bringen ihn von ihren stillliegenden Booten  säckeweise ins Wasser aus, um die Orcas zu verwirren.

Über die Wirkung von Knallkörpern, sogenannten "Robben-Bomben", die Fischer zur Abwehr von Robben von ihren Netzen einsetzen, hat jüngst Ex-TRANSOCEAN-Vorstand Martin Birkhoff auf seiner Website berichtet. Er erlebte zwei kurze, heftige Orca-Attacken und setzte als letztes Mittel nach dem Ablaufen sogenannte "Fire-Cracker" ein, was die Interaktionen beendete. Er versuchte zudem, die juristische Verbindlichkeit des Verbots von "Fire-Crackern" auf seiner Website zu verifizieren und recherchierte dessen Quellen. Mehr darüber unter https://www.sy-magodelsur.de/2023/05/10/orcas-rechtliche-einschaetzung-von-abwehrmassnahmen/



Mehr Informationen über die rätselhaften Hintergründe des Verhaltens:


In deutscher Übersetzung:
Empfehlungen für Schiffsführer, wenn Schwertwale mit dem Schiff interagieren


Wenn Sie auf See sind und auf Schwertwale oder andere Wale treffen und die Schwertwale mit dem Schiff interagieren, muss der Schiffsführer/Kapitän des Schiffes, soweit möglich und sofern die Orcas keine größere Gefahr darstellen, die folgenden Maßnahmen ergreifen:


  1. Verhindern Sie, dass sich Personen an Bord der Reling nähern. 

Stellen Sie sicher, dass sie sich auf dem Schiff an Orten aufhalten, die größtmöglichen Schutz vor abrupten Schiffsbewegungen bieten, die zu Verletzungen auch durch lose Gegenstände verursacht werden oder zum Über-Bord gehen führen könnten.


b. Im Fall einer Interaktion es besser, zu motoren als zu segeln, das Schiff nicht zu stoppen sowie auf direktem Weg mit größtmöglicher Geschwindigkeit, soweit es die Wind und See dem betreffenden Fahrzeug erlauben, in Richtung flacherer Gewässer zu laufen, bis die Schwertwale das Interesse verlieren.


c. Bei Schiffen unter Segel ist auf die Unversehrtheit des Kiels sowie alles, was sich auf die Stabilität des Schiffes auswirken könnte, zu achten. Deshalb wird empfohlen, im Fall einer Interaktion die Segel zu bergen und unter Motor zu abzulaufen.


d. Es wird empfohlen, so nah wie möglich an der Küste zu fahren, soweit es Sicherheit und bauliche Eigenschaften des Fahrzeugs erlauben. Dies gilt insbesondere vor der Bucht von Barbate, wo die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung mit Schwertwalgruppen in unmittelbarer Küstennähe geringer ist.


e. Jedes Schiff oder Boot, das die Anwesenheit von Schwertwalen oder anderen Walen beobachtet, muss sich - egal ob Interaktion oder nicht - strikt an die Bestimmungen des Königlichen Erlasses 1727 vom 21. Dezember 2007 halten. Darin sind Maßnahmen zum Schutz der Wale festgelegt, insbesondere solche, die darauf abzielen, jedes Verhalten zu vermeiden, das den Tod, Schaden, Belästigung oder Unbehagen der Wale verursachen können, sowie im Allgemeinen alle Verhaltensweisen, die in den Artikeln 4 und 5 des genannten Königlichen Erlasses aufgeführt sind.


f. Die an einer Interaktion beteiligten Schwertwale sind zu beobachten und nach Möglichkeit zu fotografieren. Diese Tätigkeiten dürfen nur unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen und in Ausübung guter Seemannschaft durchgeführt werden, ohne die Sicherheit der Schifffahrt oder entsprechende Regeln zu beeinträchtigen. Und nur dann, wenn es möglich und sicher ist, das Schiff oder Boot, die Personen an Bord sowie die Wale keinen größeren Risiken auszusetzen.


g. Was auch immer an neueren Anweisungen oder Empfehlungen besteht, sollte an Seeleute weitergegeben werden.


h. Es wird daran erinnert, dass jeder Kapitän oder Skipper verpflichtet ist, Ereignisse zu melden, die eine Gefahr für die Schifffahrt darstellen. Daher sollten Interaktionen mit Schwertwalen der zuständigen Koordinierungsstelle des Seerettungsdienst gemeldet werden.






Orca Update: Spanish Authorities Change Their Guidelines for Sailor's Behaviour in Orca Interactions. Latest Findings on Sand and Fire-Cracker.

Here we go with the latest update.

The Spanish authorities are revising and reformulating their previous behavioural measures for Sailors during orca attacks. 
The map above shows the current orca "hot spots" off the fishing village of Barbate in the western entrance of Gibraltar Strait. 
The foto is taken from the "recommendations" published by the ministry. 



















1. Spanish Authorities Change Guidelines for Sailors in Case of Orca Rudder Attacks.

Back in May, the Spanish Ministry of Transport (Ministerio de Transportes, Movilidad y Agenda Urbana) in Madrid changed its official guidelines for skippers and captains in case of an orca rudder attack. With its latest recommendations, the authorities are moving away from the practice recommended since 2020 of stopping the yacht, engine and all equipment in the event of violent interaction of killer whales, in order to make the target as unattractive as possible to the orcas. Since summer 2020, off the Iberian Peninsula, official estimates are that several hundred yacht rudders have been reported as damaged by killer whales. Three yachts have been reported as "sunk as a result of orca interaction". Unofficial estimates in my research THE RIDDE OF THE ORCAS put both numbers far higher for "damaged" as well as "sunk" by orcas.

Instead of standing still, the authorities are now advising every yacht in the event of an orca interaction to recover its sails and depart as quickly as possible under engine to the shallowest possible waters "till the orcas lose interest."

In its latest recommendations the ministry published the map shown above of the current hot spot of orca rudder attacks off Barbate and strongly advises yachts to seek immediate coastal proximity and shallow water when passing in front of the killer whales active there, if draft, wind and sea conditions do allow.

Furthermore, it is pointed out that orcas involved in interactions should be photographed and that it is the duty of every skipper to report orca interactions.

All other details of the guidelines can be found on the website of the spanish ministry     

https://www.mitma.gob.es/marina-mercante/seguridad-maritima-y-contaminacion

in Spanish or in English translation at the bottom of this article.


2. Further Discussion on Sand and Firecrackers as Repellents.

In my previous Orca-update Paul Linguard of CRUISING ASSOCIATION explained the effect of sand as a means of defence against the orcas in a well-founded way. However the discussion about reliability of sand continues. The leading spanish orca and cetacean researcher Renaud De Stephanis, one of 10 orca experts interviewed in THE RIDDLE OF THE ORCAS, remains sceptical about the effect of sand. The orcas, being intelligent animals, are smart enough and have figured out how to avoid the effect of sand on their sensitive sonar location. 

Apart from that, my own observations of sailors using sand documented in videos reveal often application errors. Dumping sand at full speed is pointless, as sand disperses immediately at five knots speed like any other substance applied. Sand should only be applied when lying still. Some videos also reveal  far too small quantites of sand being spread by sailors from small bags. Spanish Fishermen carry sand in large quantities and release it from their quiet lying boats into the water in huge bags to confuse the orca sonar.

Former Chairman of the German Cruising Association TRANS-OCEAN Martin Birkhoff recently reported on the effect of firecrackers, so-called "seal bombs", which fishermen use to repel seals from their nets, on his website. He experienced two short violent orca interactions damaging his stearing. He finally used so-called "fire-crackers" as a last resort, which probably did stop the interactions. 

He also tried to verify the legal bindingness of the Spanish ban on "fire-crackers" on his website and researched its sources. Read more at https://www.sy-magodelsur.de/2023/05/10/orcas-rechtliche-einschaetzung-von-abwehrmassnahmen/ - to read Martin Birkhoff's article in English scroll to bottom of the link.

More information about the puzzling background of the behaviour:

Released in April 2023
20 british, german, french and polish sailors report 
on how they survived violent Orca interactions
- and scientists respond to their observations.
A must read for everybody sailing the Orca Alley in 2023
from an author who sailing it in 2022.
Available as eBook or Print


English Translation of
Recommendations for Skippers when Killer Whales interact with their Vessel.

If you are at sea and encounter killer whales or other cetaceans who interact with the vessel, the skipper/captain of the vessel is obliged to take the following measures as far as possible:

a. Prevent persons on board from approaching the railing. 

Ensure that they stay on the vessel in places offering maximum shelter from abrupt vessel movements which could lead to injury, going overboard and injuries caused by loose objects.

b. In the event of violent interaction it is better to motor than to sail, not to stop the vessel, as well as to run in a direct path with speed towards shallow waters, as far as wind and sea conditions do allow this to the vessel concerned to do so until the killer whales lose interest.

c. In the case of vessels under sail, care should be taken to ensure the integrity of the keel and anything that may affect the stability of the vessel. Therefore, in the event of an interaction, it is recommended that the sails be recovered and to run under engine.

d. It is recommended to sail as close to the coast as possible, as far as safety and structural characteristics of the vessel do allow. This is especially true off Barbate Bay, where there is less likelihood of encountering killer whale groups in close proximity to shore.

e. Any vessel or boat observing the presence of killer whales or other cetaceans, whether interacting or not, must strictly comply with the provisions of Royal Decree 1727 of 21 December 2007. This establishes measures for the protection of cetaceans, in particular those aimed at avoiding any behaviour that may cause death, harm, harassment or discomfort to cetaceans and, in general, any behaviour listed in Articles 4 and 5 of the said Royal Decree.

f. Killer whales involved in interactions shall be observed and, if possible, photographed. These activities may only be carried out in compliance with all precautionary measures and in the exercise of good seamanship, without prejudice to the safety of navigation or appropriate rules. And only when it is possible and safe not to expose the vessel or boat, the persons on board and the cetaceans to major risks.

g. Whatever newer instructions or recommendations exist should be passed on to seafarers.

h. It is recalled that it is the duty of every master or skipper to report events that pose a hazard to navigation. Therefore, interactions with killer whales should be reported to the appropriate Sea Rescue Coordination Centre (Salvamento Marítimo).


Sonntag, 21. Mai 2023

Marinas im Norden Kroatiens erhöhen die Tagesliegepreise: Die 10 Teuersten. Die 10 Günstigsten.

Im Lauf der letzten Monate erhöhten die meisten Marinas in Kroatien ihre Preise. Im Norden fallen die Erhöhungen traditionell etwas zurückhaltender aus - sie liegen im Durchschnitt zwischen Umag ganz im Norden und der Insel Murter bei knapp 10% pro Tagesliegeplatz. Aber gilt das in jedem Hafen? Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss.

Die teuersten Marinas im Norden 

für 40 Fuß (12-13m) sowie 50 Fuß (15-16m) Schiffslänge in der Nordhälfte Kroatiens:









 



Quelle: Webseiten der Marinas 2023

Im Durchschnitt sollte man als Faustregel nicht mehr als 90€ für 40 Fuß bezahlen. Zumal eine Marina wie ACI Rovinj nur wenig anderes zu bieten hat wie die unten in Tabelle angegebene günstigste Marina in der Nähe von Murter. Die Sanitärräume sind in beiden Marinas klein, nur läuft man in Rovinj etwas länger...

Die ACI-Marinas sind gleich mit 5 ihrer 22 Marinas unter den teuersten. Wo erhöht wurde, blieben die ACI Marinas zwar moderat bei rund 8%, doch die ACI Marina Rovinj bleibt die teuerste Marina in Kroatiens Norden. Getoppt wird der Preis wie schon im Vorjahr von Port Veliki Brijun - allerdings ist dort bereits das 10-Personen-Ticket für den Nationalpark Brijunj mit enthalten - für kleine Crews ein Abtörner, für große Crews mit Kindern hingegen sehenswert und fast schon ein Schnäppchen.

Mit saftigen Erhöhungen warten auch die Marinas in und um Zadar auf. Die beiden Häfen des Betreibers D-Marin, nämlich Marina Borik in Zadars Norden sowie Sukosan im Süden erhöhen die Tagesliegepreise kräftig. Auch Biograd und Olive Island in Zadars Umland finden sich in der Liste der Teuersten. Und Marina Tankerkommerc im Zentrum, stets kreativ im Erheben von "Extras" wie Strom und daneben noch Wasser, veröffentlicht in diesem Jahr nur die alte Preisliste von 2021. Stets gutes Zeichen, was die Preisentwicklung angeht.

Die günstigsten Marinas im Norden.

Wem das Liegegeld nicht egal ist, der sollte sich also in diesem Sommer bei den ACI-Marinas stets vor dem Festmachen die Preise ansehen. Und im Norden auf den Abstecher nach Zadar verzichten, obwohl die Stadt einiges zu bieten hat, siehe meinen REVIER KOMPASS KROATIEN NORD (hier klicken)

Günstige Alternativen zu teuren "Platzhirschen" bieten die folgenden Marinas:















Quelle: Webseiten der Marinas 2023
Insgesamt ergibt sich also ein gemischtes Bild für Sommer 2023. Einerseits im Durchschnitt moderat, was die Erhöhungen der Tagesliegepreise für Sommer 2023 angeht, durchsetzt mit "Überraschungen", wo man sie nicht erwartet. Fazit: Wem die Übernachtungsgebühren nicht egal sind, der sollte vorher schauen, in welchem Hafen im Norden Kroatiens er festmacht.

Jetzt neu: Das Hörbuch REVIER KOMPASS KROATIEN NORD.


Nicht nur als Wegbegleiter für die lange Autofahrt in den Süden gibt es jetzt das Hörbuch zum Buch. Es enthält in gelesener Form alle Highlights im Norden Kroatiens - von den besten Eisdielen über die besten Restaurants und Highlights. Mit 6 Stunden genau die passende Abkürzung für jeden Autobahnkilometer.

Übrigens: Das Hörbuch enthält bereits zum großen Teil alle neuen Preise für die kroatischen Marinas.
Viel Spaß!