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Sonntag, 12. Juni 2016
Fünf Tage, vier Nächte in der Türkei.
Für ein paar Tage habe ich nun Malta verlassen. Ein Magazin hat mich beauftragt, etwas über die Küste der südlichen Türkei zu schreiben. Also habe ich LEVJE, die Gute, einfach 1.400 Kilometer weiter westlich im Hafen von Mgarr zurückgelassen und bin in die Türkei geflogen. In vier Tagen nun - vom äußersten türkischen Südwest-Zipfelchen, von Bodrum aus, 600 Straßenkilometer nach Osten an der Südküste der Türkei entlang. Genau die Strecke, die ich vor zwei Jahren mit LEVJE segelte - nur diesmal zu Land.
Und weil ich heute Vormittag Ince Seawitch, einer Seglerin, von Finike und dem dortigen Restaurant NESELI BALIK vorschwärmte, bin ich heute Abend, als ich in Finike eintraf, einfach dorthin gegangen.
Mittwoch, 26. November 2014
Reden wir über: Der Segler und das Klo. Oder: Vom Nutzen und Nachteil des Fäkalientanks für das tägliche Leben.
Der zurückliegende, am 19. November unter kaum vernehmlichen medialen Echo begangene Welt-Toilettentag - jawoll, so heißt der ganz offiziell! - bietet uns Anlaß und Gelegenheit, auf diesen Seiten mal ein Streiflicht auf ein täglich drängendes Thema zu werfen: Den Segler und sein Klo.
Betrachtet man das Verhältnis des Seglers zu seinem Klo aus historischem Blickwinkel, dann war, wie so oft, früher alles besser. Früher hing man halt einfach den Hintern über die Bordwand. Und schon war das kleine oder große Geschäft erledigt. Unter Männern geht das gut. Man sieht das sehr schön in einer kleinen Sequenz des immer wieder sehenswerten Films MASTER AND COMMANDER: Eine Teerjacke hockt im dichten Schneefall mit heruntergelassenen Hosen vorne im Bugkorb. Jawoll. So war das.
Problematischer war es mehr als 2.000 Jahre auf Galeeren: Die angeketteten Rudersklaven konnten ja nicht einfach wie im Klassenzimmer den Finger heben und sagen: "Ich muss mal!" Das Geschäft wurde an Ort und Stelle erledigt, egal, wer drüber saß. Oder drunter. Gelebt, geschissen, gestorben wurde, wo man hockte. Schaurig. Schaurig vor allem auch für andere, wenn das Schiff tagelang im Hafen lag. Und in seiner eigenen Brühe von 300 Ruderern schwamm. Von venezianischen Galeerenkapitänen - die Venezianer hielten aus nicht nach vollziehbaren Gründen am längsten an diesem Schiffstyp fest - wird gesagt, dass sie immer mit Spazierstock unterwegs waren. Nicht weil sie lahm waren. Sondern weil im Knauf des Stocks geruchsintensiver Salmiak untergebracht war. Stank's mal wieder auf dem Schiff zum Himmel, schnüffelte der Kapitän einfach am Salmiak.
Auf der im Hamburger Hafen liegenden RICKMER RICKMERS ist die Sache um die Jahrhundertwende fortschrittlicher geregelt. Da gibts im Bug, gleich neben dem Kabelgatt, ein veritables Plumpsklo. Man setzt sich drauf, und eine zugige Regenrinne leitet alles nach draussen. Wie auf einer Almhütte. Das war Fortschritt. Im Film DAS BOOT wird in einer kleinen Szene der Kriegsberichter, gespielt von Herbert Grönemeyer - das waren noch Filme!! - mit den sanitären Einrichtungen des U-Boots Typ VIIC vertraut gemacht. Zwei Toiletten. Für 50 Mann Besatzung. Die eine hängt voll mit Schinken, Würsten, Salami. Was der Bootsmann im Film mit launiger Schnautze kommentiert: "Mehr zum Fressen und weniger Platz zum Scheissen - des is' aa a Logik!"
Jedenfalls blieb das mit dem "einfach nach Draußen leiten" lange Jahre letzter Schrei der Technik. Eigentlich bis in unsere Zeit. Ich erinnere mich an meinen ersten Segeltörn in der südlichen Türkei, Ende der 90er. Da lagen wir, drei Segelyachten, friedlich in der Gemiler Reede, einem wunderschönen Ort (über den ich nächste Woche aus gewichtigem Anlaß berichten werde. Bitte oben rechts registrieren, wenn Sie's nicht verpassen wollen!). 3 Segelyachten in 1 Bucht mit je 4-5 Menschen: kein Problem. Man informierte seine Mitsegler an Bord mit dem dezenten Hinweis, doch die nächsten 10 Minuten nicht ins Wasser gehen. Und das drängende Problem war gelöst. Die Ringelbrassen, die immer unter den Booten stehen und seit Jahrtausenden auf das warten, was von oben runterfällt, die wir deshalb "Kackbrassen" tauften: sie erledigten zuverlässig "den Rest".
Die Probleme begannen, als der Wohlstand in die Bucht kam. Genauer gesagt: Die Gülets mit den ferienfrohen Urlaubern aus Marmaris, aus Fethiye, aus Kas. Kam so ein Gület mit 60, 70 Oberkörper-geölten Urlaubern in die Bucht und legte sich neben uns: dann konnte man für den Rest des Tages das Schwimmen in der Bucht vergessen. Soviele "Kackbrassen" konnte es in der Bucht gar nicht geben. Es war zuviel für sie. Es war zuviel für uns.
Die Türkei hat dann aber noch Ende der 90er erkannt, dass das Problem weniger die ferienfrohen Urlauber, sondern die eigenen Gülets waren. Und hat sich Ende der 90er die strengsten Umweltregeln zum Schutz der eigenen Gewässer verpasst, die ich kenne:
Das Einleiten von Fäkalien in Gewässer ist streng verboten. Und wird besonders im Hafen mit sehr hohen Geldstrafen belegt.
Jeder, der dort Segelt, hat einen Fäkalientank an Bord. Wenn nicht: Geldstrafe.
Jeder, der dort Segelt, hat eine blaue MAVI-Card. Die kostet 25 Euro. Und auf dem Computerchip wird penibel kontrolliert, wann man zum letzten Mal ordentlich im Hafen abgepumpt hat. Hat man keine Blaue Card: Geldstrafe.
Weiterlesen, was man sonst noch an Regelungen über das
Weiterlesen, was man über die Regelungen in Griechenland
Zugegeben: drastisch. Und streng. Gelegentlich drakonisch. Es hat aber den unbestreitbaren Vorteil, dass man selbst in vollen Ankerbuchten sorglos zwischen den Schiffen herumschwimmen kann. Das Wasser ist kristallklar. Man muß als Skipper seine Crew in einer vollen Bucht morgens nach dem Aufstehen nicht mehr warnen: "Es ist halb neun. Ich würd' jetzt nicht ins Wasser gehen..."
Und weil mir trotz aller Gängelei die Vorteile einleuchteten, habe ich mir auf LEVJE gleich zu Beginn meiner Zeit in der Türkei einen Fäkalientank einbauen lassen. Wie schon öfter, haben mich die Türken beeindruckt. Das da oben sind Dennis und Muhsin. Muhsin war lange, lange Jahre Techniker bei einem Vercharterer, er hat sich Anfang September als Bootstechniker mit Dennis selbständig gemacht. Als ich ihn wegen eines ersten Besichtigungstermins auf LEVJE anrief, war er sofort zur Stelle. Schaute sich LEVJE gründlich an. Sagte mir, wie er den Tank einbauen würde. Und wo.
10 Minuten später stand ein Tankbauer auf der Pier. Vermaß den von Muhsin angegebenen Platz im Schrank. Und baute mir innerhalb eines Tages einen eigens für mich angefertigten Tank aus 10mm starken Kunststoffplatten.
Der sieht aus wie ein schwarzer Tresor. Als ich etwas nörgelig auf Edelstahl bestehen wollte, warnte mich Muhsin vor undichten Nähten. Bei mir traf er damit ins Schwarze, denn ich habe zwei mal undichte Edelstahl-Tanks erlebt.
Jetzt thront der Fäkalientank im passgenau in LEVJE's Schrank. Es war innerhalb eines Tages erledigt. Es war weit günstiger als das Angebot eines deutschen Anbieters nur für das Material. Es war schrecklich zu sehen, wie Muhsin zwei Löcher durch LEVJE's Bordwand bohren musste. Eins für die Lüftung. Eins für die Absaugung.
Weiterlesen: Was kostet eigentlich 5 Monate Segeln im Mittelmeer
Und wenn jetzt Welt-Toilettentag ist, der uns daran erinnern soll, dass die Trennung von Fäkalien und sauberem Wasser keineswegs überall Standard ist, dann denke ich mir dreierlei:
Wie fortschrittlich doch die Türkei ist. Mit wieviel Energie dort in nur zehn Jahren eine Infrastruktur zur effizienten Reinhaltung der Küstengewässer aufgebaut wurde.
Wie bräsig auch bei diesem Thema die EU-Länder mal wieder sind.
Wie schön es ist, morgens ohne Bedenken in jeder Bucht ins Wasser steigen zu können.
Levje an Ihrem aktuellen Standort: Im kleinen Hafen von Finike in der Südtürkei.
Weitere Artikel aus der Rubrik "Reden wir über..." lesen:
Mittwoch, 12. November 2014
5 Monate Segeln: Was hat mir das gebracht? 7 Erfahrungen, die sichlohnen.
Vor kurzem fragte mich ein Mitarbeiter meines einstigen Verlagsteam: "Und? Würden Sie es wieder machen? Noch mal fünf Monate Segeln gehen?" Ich mußte kein Sekundenbruchteil überlegen. Na klar. Sofort wieder. Jetzt gleich.
Aber was ist es, was von so einer Reise bleibt?
Lernt man etwas?
Wird man ein anderer?
Habe ich mich verändert?
Nach meinem Artikel "Was kosten eigentlich 5 Monate Segeln im Mittelmeer?" hier eine Antwort auf die Frage: Was bringen 5 Monate Segeln?
Weiterlesen bei: "Was kosten 5 Monate Segeln im Mittelmeer?": Hier.
Weiterlesen bei: "Was kosten 5 Monate Segeln im Mittelmeer?": Hier.
Learning 1:
Was ist eigentlich wirklich wichtig im Leben?
Schöner, als es die folgende Geschichte erzählt, kann ich es nicht wiedergeben: Der Autor, ein amerikanischer Backpacker, Mitte der 90er auf Trekking-Tour irgendwo in Kenia. In irgendeinem abgelegenen Dorf begrüßt ihn ein alter Massai. Hoch gewachsen. Stolz. Auf seinen Speer gestützt. Wie ein Reiher auf einem Bein stehend. Während des Abendessens führen die Tourengeher dem Massai stolz ihren nagelneuen Rucksack vor. Große Staufächer. Extrataschen für dies. Extrataschen für das. Kleine Tupper für jenes. Reißverschlüsse. Schnallen. Schnappschlösser. Klettverschlüsse.
Nachdem der Massai den Rucksack und seinen ausgebreiteten Inhalt einige Minuten wortlos betrachtet, wendet er sich an den Autor mit der Frage:
"Sag: Macht all dies Dich glücklich?"
Geschichten wie diese hat jeder gehört. Und kennt jeder. Aber meine große Erfahrung meiner fünfmonatigen Segelreise ist:
Der Erzähler dieser Geschichte hat Recht. Einfach nur Recht. 100% Recht.
Eingespannt in mein früheres Leben: Vor allem meinen Beruf, das Gelärme dessen, was "wichtig" zu sein scheint, und auch meine Partnerin, Kinder, ist es schwer, sehr schwer, zu hören, was ich wirklich brauche. Denn der lautlose Lärm dieses, meines Alltags ist überwältigend. Für mich. Für die meisten von uns.
Tatsächlich ist es verdammt wenig, was ich "wirklich" wirklich brauche. Aber um herauszufinden, was dazu zählt: war es einfach buchstäblich notwendig, die Autobahn, auf der auch ich mich seit Jahren im Kolonnenverkehr bewege, zu verlassen. Rechts rauszufahren. Auszusteigen. Und zu kucken: WAS mir da einfach begegnet. Und WIE.
Und diese Begegnungen sind das Wichtige: Mit den vielen MENSCHEN AM MEER, über die ich schrieb (und es werden in den nächsten Monaten noch viele, viele mehr werden, über die ich zu schreiben habe). Mit dem, was mir UNTER SEGELN auf dem Meer begegnete: Einsamkeit. Inseln, auf denen die Götter zu wohnen schienen. Gewitter. Und große Wellen.
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Und wenn Ihnen diese Geschichte gefallen hat:
Soeben erschienen vom Autor von Mare Pius als Film
für Download und auf DVD:
Was passiert, wenn das Leben die gewohnten Bahnen verlässt?
Was geschieht, wenn man sich einfach aufmacht und fünf Monate Segeln geht?
Darf man das? Und wie ändert sich das Leben?
Der Film einer ungewöhnlichen Reise, der Mut macht, seinen Traum zu leben.
Der Film entstand nach diesem Buch:
Geschichten über die Entschleunigung, übers langsam Reisen
und die Kunst, wieder sehen zu lernen
Einmal München - Antalya, bitte.
Das Buch: Mehr erfahren: Hier.
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Das, was uns begegnet, wenn wir unser Zuhause verlassen, ist wichtig.
Das, was wir im Alltagsbetrieb einfach nicht mehr wahrnehmen, wofür wir den Blick verloren haben, ist wichtig.
Herr Michilakis und sein Labyrinth. Den 92 jährigen Ladenbesitzer lernte ich in seinem Laden auf Amorgos kennen. Über ihn und Amrogos werde ich Ende November berichten,
Weiterlesen über die MENSCHEN AM MEER: dann hier einfach Lesen.
Weiterlesen der Massai-Geschichte: Richard J. Leider/David A.
Shapiro, Lass endlich los und lebe.
Shapiro, Lass endlich los und lebe.
Learning 2:
"Wenn Du eine Sehnsucht oder einen Traum hast: Finde den richtigen Zeitpunkt. Lebe ihn."
Keine Frage: ich hatte 22 Jahre als Leiter eines Buchverlages einen phantastischen Job. Ich bin vernarrt darin, Bücher zu machen. Ein hochmotiviertes, begeisterungsfähiges Team, wie ich es hatte, zu führen. Und mit ihm Ideen, Projekte, Bücher, E-Books zu entwickeln. Neue Dinge zu machen, die erfolgreich sind. Es ist wie eine Sucht. Und ich liebe es. Eigentlich möchte ich nichts anderes machen.
Trotzdem entstand auf meiner allerersten Reise auf einer Segelyacht Ende der Neunziger, in den allerersten Minuten, in denen ich jemals eine Segelyacht auf See erlebte, ein Traum, der mich nie verlassen hat. Der immer da war. Der jeden Tag einmal vor mir stand, der mich durch schreckliche Konferenzen und lähmende Shareholder-Meetings trug: "Ich möchte ein halbes Jahr Segeln gehen."
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Was man übers Segeln in Sizilien wissen muss:
Im Sommer 2016 umsegelte ich auf LEVJE Sizilien.
Dies ist der Reisebericht. Und die Beschreibung eines Segelsommers
und einer Reise um eine Insel, die ihresgleichen sucht.
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Mit Anhang für Segler mit "Do's & Don'ts", Häfen, Marinas, Internet.
JETZT als erschienen als PRINT oder als EBook ab € 9,99
sowie in jeder Buchhandlung oder bei AMAZON.
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Der Traum war geboren. In meinem Kopf. Jeden Tag war er da. Ich quatschte den Leuten davon die Hucke voll. Und habe mich lange gefragt:
"Darf man das denn?"
"Traue ich mich das: Einfach die sichere Autobahn zu verlassen?"
"Ist das nicht reine Blödheit, eine spannende, fesselnde Aufgabe einfach zu verlassen - ohne zu wissen, was folgt?"
Ein wichtiges Resümee meiner fünf Monate auf See: Wenn Du eine Sehnsucht, einen Traum hast. Finde den richtigen Zeitpunkt. Lebe ihn.
Denn ein Traum, den man über Jahre hinweg hat: der ist nicht verkehrt. Der führt einen nicht in die Irre. Seine Erfüllung erfordert Opfer, ja. Es bleibt Liebgewonnenes auf der Strecke.
Wie kann man herausfinden, ob so ein Traum - was immer es ist - es ernst mit mir meint? Ob er nicht trügerisch ist? Oder gar ein Alptraum? In irgendeinem Buch habe ich mal Folgendes gelesen, und gerne gebe ich dieses Verfahren weiter: Es geht ganz einfach: Man setzt sich in entspannten Momenten einfach hin. Gerne auch in einem öden Meeting, wenn es gerade nicht auffällt. Und denkt sich hinein in seinen Traum. Und malt sich die Details aus von diesem Traum. Das Plätschern der Wellen nachts an der Bordwand. Die Bucht, in der man schwimmend die schönsten Tage verbringt. Und dann: malt man sich auch das weniger Angenehme aus. Die weniger schönen Seiten. Das Unangenehme: schlechtes Wetter auf See. Regentage. Kabbelige See mit klapperndem Rigg am Morgen nach einem Nachtschlag. Klamme Sachen. Sixpacks Wasser in der Mittagshitze des griechischen August aufs wackelige Boot schleppen. Mürrische Hafenmeister, die mich und meine LEVJE abends um sieben aus dem Hafen weisen, ins Ungewisse.
Was immer der Traum ist: Mein Traum blieb ein Traum, selbst als ich mich ganz tief in die negativen Seiten reingedacht habe. Was ich Ihnen also rate: Träumen Sie darauf los. Und malen Sie mit kraftvollem Pinselstrich. Und wenn Sie das ein paar Mal gemacht haben und Ihr Traum ist immer noch Ihr Traum: Dann herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen Traum!
"Der richtige Zeitpunkt": Das ist ein ganz eigenes Thema, das einen eigenen Artikel auf Mare Più wert ist. Darüber werde ich zu einem späteren Zeitpunkt schreiben.
Learning 3:
Man muss auch im richtigen Leben etwas machen, das man leidenschaftlich gerne tut.
Es ist eine tiefe Wahrheit, was die viel reisende Feli auf ihrem erfolgreichen Reiseblog Travelicia schreibt: "Nur Reisen ist zu wenig. Man muss schon etwas machen."
Und dieses "Man muss einfach nur etwas machen" begegnete mir so oft im Leben, und ich fand es immer richtig. Die Mutter meines Freundes David hat mir diese Weisheit als Schüler vermittelt. Es leuchtete mir, dem 16jährigen sofort ein. Und es hat mich nie verlassen. Selbst mein persönliches Vorbild, die Seglerin Gudrun Caligaro, die Ende der 80er Jahre als alleinsegelnde Mitvierzigerin (!) die Welt auf einer 28 (!!) Fuß-Yacht umrundete und nur fünfmal (!!!) anlegte: Auch sie "machte" etwas, obwohl ihr Tagesprogramm neben dem sich ums Boot kümmern vor allem im "Beobachten und Schauen" bestand. Sie hatte eine unfassbare einfache Freude, über das was Sie sah. Die Wellen. Die Malamoks. Der Wind, der ihr kleines Schiff über die Wellen schob. Und: sie schrieb ihr Tagebuch. Aus dem später ein wunderbares Buch wurde, Ich habe es gut und gerne 50 mal gelesen und verschlungen, es hat mich auch auf LEVJE begleitet.
Wer hier weiterlesen will: Weil ich denke: "Ein gutes Buch bringt mich auch beim 50sten Mal lesen weiter. Ein schlechtes beim ersten Mal lesen nicht. Deshalb empfehle ich gern: Gudrun Caligaro, Ein Traum wird wahr.
Leider nur noch antiquarisch lieferbar.
Learning 4:
"Ein Schiff im Hafen ist sicher.
Aber dafür ist ein Schiff nicht gemacht."
Es ist immer wieder einer der zuverlässig glücklichen Momente beim Segeln: Nach einem langen, langen Schlag ist LEVJE wieder im Hafen. Die Leinen sind fest. Der Hafenschlick von der Arbeit mit der Mooring von den Händen gewaschen beim ersten Sprung auf die Pier. Den Leinenverhau in der Plicht aufgeräumt. LEVJE ist fest. Wir sind sicher. Im Blick: ein Lächeln.
Immer wieder ein guter Moment. Ein Moment der großen Entspannung, die ich beim Segeln - und so nur dort - finde. Dennoch hat John Augustus Shedd recht, dessen im letzten Jahrhundert erschienenen Buch die Kapitel-Überschrift entstammt. Und zwar gleich mehrfach:
Es ist wichtiger, einfach loszusegeln, als bei der Vorbereitung eines fünfmonatigen Törns ewig an der technischen Perfektion meiner Yacht zu arbeiten. Als ich lossegelte, hatte ich für LEVJE immer noch zehn Punkte auf meiner Liste. Mindestens. Vielleicht doch noch ein Radar? Und AIS? Die Bilgenpumpe größer. Die Cockpitpolster schöner. Die Pinne noch dreimal mehr mit Klarlack streichen. Bimini und Persenning noch größer. Und, und, und. Aber LEVJE war für die fünfmonatige Reise bereit. Und ich war es auch.
Also: Gute Gründe, warum Mann und Schiff noch nicht bereit sind, gibt es immer. Es ist wichtiger, einfach rauszugehen und zu sehen: wie ist es da? Denn meistens warten herrliche Tage auf See auf einen.
Und dies: gilt nicht nur fürs Segeln.
Learning 5:
"Der innere Reichtum".
"... und was willst Du erreichen an Reichtum?", fragt mich Anna, Verlegerin, Freundin, letzte Woche, um Mitternacht. Die Kluge.
Was mir diese Reise gebracht hat, ist innerer Reichtum. Unglaubliche Bilder. Die Wolken am Abend bei der Ansteuerung auf Antalya, im Bild oben. Das Bild der unbewohnten, gottverlassenen Insel Kynaros in der Ägäis, deren "Augen" mich unverwandt anblickten.
Die unglaublichen achterlichen Wellen bei der Überquerung der Straße von Otranto.
Die Kirche in der Festung von Santa Mavra, bei Levkas.
Die schreckliche Gorgo auf Paros.
Es ist so viel. Unglaublich viel.
Es ist das Gefühl, etwas Einzigartiges erlebt zu haben. Etwas, das man für Geld nicht kaufen kann.
Weiterlesen über "Die Überquerung der Straße von Otranto":
Hier der Beitrag und das Video.
Hier der Beitrag und das Video.
Weiterlesen über die Festung Santa Mavra auf Levkas: Hier.
Weiterlesen über die Gorgo von Paros: Hier.
Learning 6:
Es muss nicht das große Schiff sein.
Es muss nicht die Weltumsegelung sein.
Die Kiefern der Türkei? Eine Bucht auf Erikoussa, wo die Lebensbäume wachsen? Die Kiefern am Stechlin- oder Roofensee? Nein. Diesmal der Große Ostersee in Oberbayern.
Es braucht wenig, um auf dem Meer glücklich zu sein. Klar träume ich immer vom nächsten Schiff, das größer ist. Aber meine LEVJE ist mir heilig. Und schon beim Kauf meines ersten Segelboots 2001, einer kleinen MANTA 19 auf dem Starnberger See, gebaut von SCHOECHL in den Siebzigern in Salzburg, sagte mir der Vorbesitzer wehmütig: "Es ist ein Boot für glückliche Stunden." Er hatte recht damit.
Na klar ist eine Weltumsegelung ein großartiges Projekt. Aber darauf kommt es nicht an. Sondern WAS und WIE man erlebt. Und das ist keine Frage von "Schiffsgröße" und "gesegelten Etmalen" oder "Meilen".
Einen meiner bemerkenswertesten Törns habe ich vor vielen, vielen Jahren auf eben dem Starnberger See gemacht. Im späten September. Und auf eben der MANTA 19. Allein. Ich habe mir für eine Woche Verpflegung draufgepackt. Und bin aus meinem Hafen gesegelt mit dem festen Vorsatz: "Ich werde eine Woche lang keinen Fuß an Land setzen. Und nur draußen ankern. Und nicht im Hafen übernachten." Ich habe "großer Törn auf kleinem Boot" gespielt. Und ich habe in wenigen Tagen genauso viel erlebt wie auf einem großen Törn. Gewitter die halbe Nacht lang. Warme Tage. Wunderbare Sonnenuntergänge. Nächte mit eiskalter Nase tief im Schlafsack. Der Schluck Rotwein nach gelungenem Ankermanöver in der Dämmerung. Der Blick auf die Lichter am Ufer in der Nacht, die ich doch seit meinen Kindertagen kenne. Regen. Starkwind in die Ankerbucht.
Nein.
Es muss nicht das große Schiff sein.
Es muss nicht die Weltumsegelung sein.
DAS ist nicht der Schlüssel.
Weiterlesen über "Der Traum vom großen Boot": Hier.
Weiterlesen über Gewitter am Meer: Hier.
Learning 7:
"Die charakteristischen Eigenschaften des Seemanns."
In einem früheren Post schrieb ich bereits über Charles Darwin's Buch DIE FAHRT MIT DER BEAGLE. Er veröffentlichte es ungefähr 30 Jahre, nachdem er als junger Mann, als Wissenschafts-Novize, jene legendäre Fahrt zu den Galapagos-Inseln mitmachte und dabei seine Evolutionstheorie entwickelte. An der Grenze zum Alter summierte Darwin am Ende dieses Buches seine Erfahrungen dieser mehrjährigen Seereise und rät dies:
"... unbedingt sein Glück zu versuchen und auf Reisen zu gehen, wenn möglich über Land, ansonsten: lange zu bleiben. Er kann versichert sein, dass er - allenfalls in seltenen Fällen - keinen derartigen Schwierigkeiten oder Gefahren begegnen wird, wie er sie am Beginn vorraussieht.
Unter einem moralischen Gesichtspunkt sollte eine solche Reise ihn gutwillige Geduld lehren, Freiheit von Selbstsucht, die Gewohnheit für sich selbst zu handeln, und aus jedem Geschehnis das Beste zu machen, kurzum: er sollte die charakteristischen Eigenschaften des Seemanns besitzen.
Schöner und treffender, was eine lange Seereise lehrt, kann man es nicht sagen.
Weiterlesen zum Thema Resumee einer Segelreise: Hier.
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Und wenn Ihnen diese Geschichte gefallen hat:
Soeben erschienen vom Autor von Mare Pius als Film
für Download und auf DVD:
Was passiert, wenn das Leben die gewohnten Bahnen verlässt?
Was geschieht, wenn man sich einfach aufmacht und fünf Monate Segeln geht?
Darf man das? Und wie ändert sich das Leben?
Der Film einer ungewöhnlichen Reise, der Mut macht, seinen Traum zu leben.
Der Film entstand nach diesem Buch:
Geschichten über die Entschleunigung, übers langsam Reisen
und die Kunst, wieder sehen zu lernen
Einmal München - Antalya, bitte.
Das Buch: Mehr erfahren: Hier.
Samstag, 8. November 2014
Die vergessenen Küsten: Von Antalya nach Ahlbeck und Bansin.
Zwar sind es von Antalya bis zum Seebad Ahlbeck, im äußersten Nordosten Deutschlands gelegen, per Luftlinie nur 1.238 Seemeilen, doch das täuscht. Wer die Strecke von Antalya zur Insel Usedom auf dem Seeweg zurücklegen will, der hat schlanke 4.000 Seemeilen vor der Brust. Etwa 2.000 bis Gibraltar. Die Atlantikküste nach Norden bis in die Bretagne 800 Seemeilen. Durch den Ärmelkanal und die Nordsee nach Skagen noch einmal soviel. Und dann sind es nur noch drei, vier stramme Tagesschläge Kurs Südsüdost. Und schon ist man da.
Doch trotz aller Unterschiede, soooo weit im Süden, soooo weit im Norden, gibt es jetzt im November viel Gemeinsames:
Das wunderbare Licht, von dem ich früher dachte: so sei es im November nur in Venedig, wenn das Abendrot den Marmor Venedigs zum Leuchten bringt.
Die Wolkenstimmungen am späten Nachmittag.
Die Kiefern, die so typisch sind für die Ostsee. Aber auch für die Küsten der gebirgigen südlichen Türkei.
Die Wirte und Restaurantbesitzer, die in beiden Weltgegenden gleichermaßen beschlossen haben, dass nun, in den ersten Novembertagen, aber endgültig mal Schluß sein müsse mit Tourismus und Gästen, selbst wenn die bittend vor der Tür stehen.
Nein: wunderschön ist es jetzt im November an beiden Ecken der Welt. Und ich mag nicht einmal eine Entscheidung treffen, was ich faszinierender finde, was meinem Herzen näher ist, seit ich vor ein paar Jahren die Ostsee aus einem ihrer schönsten Winkel heraus kennenlernte: von der Schlei aus.
Aber trotz aller Liebe gibt es natürlich auch Unterschiede:
Strandkörbe, zum Beispiel. Die gibt es in der Türkei nicht. Da weht es nicht kühl aus Nordwest. Es gibt kein klamm-kaltes Lüftchen, das in die Glieder kriecht und einen schnell auf Bansin's Strandpromenade zu Glühwein und Räucherfisch-Brötchen greifen läßt. Es ist wärmer in der südlichen Türkei, jetzt noch selbst in der Nacht um die 15, 17 Grad. Und in Alanya, 70 Seemeilen westlich sogar immer 5 Grad mehr.
Dafür singt einen am Kölpinsee aber nicht der Muezzin in den Schlaf.
Segler sind auf dem südlichen Meer immer noch welche unterwegs. Auf der Ostsee bekam ich vier Tage lang keinen einzigen zu Gesicht, die See war ruhig und glatt.
Ruhig geht es auch an den Stränden vor Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck zu: Kein Lärm, keine Disko, keine "Muzik-Hol", wie das schöne türkische Wort heißt. Einfach Stille. Nur das Rauschen des Meeres die ganze Nacht. Das hat schon was. Denn wer jemals in Marmaris' oder Bodrum's oder Kemer's Häfen übernachtete - letzteres wurde mit dem wenig ehrenvollen Titel "erster Platz in der Kategorie 'Lärmmarinas'" bedacht - der weiß, wovon ich spreche. Und er wird die Stille an den Stränden um die Seebäder von Bansin bis Ahlbeck sehr schätzen.
Aber seien wir nicht gar zu streng. Geniessen wir einfach, was beide Küsten uns schenken. Und grämen tu ich mich letztlich nur deshalb, weil ich nicht ständig an allen Küsten sein kann, an denen ich genau jetzt gerade gerne wäre. Im Hafen von Izola, LEVJE's Heimathafen in Slowenien. In den Lagunen von Grado, wo es im November mindestens genauso klamm-kalt ist wie in Bansin und Ahlbeck. An den Küsten des Gargano. Am Peloponnes und den vielen Ägäis-Inseln, die ich im Sommer auf LEVJE bereiste. Und die ich nicht vergessen werde.
Weiterlesen über Izola? Hier.
Weiterlesen über Grado und seine Lagunen? Hier.
Antalya? Kenn ich. Muß ich nicht nachsehen.
Aber wo liegen Ahlbeck, Bansin und Heringsdorf? Hier.
Donnerstag, 23. Oktober 2014
Menschen am Meer: Canan, 17.
In Ekincik am Strand treffe ich Canan. Canan (wie immer im Türkischen wird das "C" wie "Dsch" gesprochen) ist 17, ein fröhlicher Teenager, der mich anspricht, während ich am späten Nachmittag mein kleines Dinghi den Strand hinauf ziehe. Sie plappert so munter darauf los, dass ich zunächst denke, sie sei die Tochter des hiesigen Tavernenwirts, die mich in ein Gespräch verwickelt. Und unser Gespräch würde unweigerlich nach zwei Minuten ins Überreichen der Speisekarte münden.
Tut es aber nicht. Canan hat das Wochenende mit ihrer Familie hier am Strand verbracht. Sie liebt es einfach, Englisch zu sprechen. Und da ich gerade als einziger am Strand stehe, mein Dinghi in der Hand und so aussehe, als spräche ich leidlich Englisch: voilá.
Canan hat noch alles vor sich. Sie wächst in einer muslimischen Familie auf, und noch geht sie zur Schule. Aber sie träumt davon, richtig gut Englisch zu lernen, vielleicht sogar einmal in den Ferien nach England zu gehen, um dort richtig Englisch zu lernen. Ich wünsche Canan, dass sie das schafft. Und ihren Traum von England wahr machen kann.
Und während der Muezzin ruft und ich nach unserem dreiminütigen Gespräch wieder allein in der Abenddämmerung am Feuer sitze und zusammen mit den hiesigen Katzen nachdenklich in die Flammen und in die Bucht von Ekincik schaue, fällt mir ein, was mir Eda, Unternehmensberaterin aus Istanbul, über ihr Land sagte: "Die Türkei ist nicht Europa. Die Türkei ist auch nicht Asien. Sondern etwas dazwischen." Damit hat mir Eda, die in USA studierte, den Schlüssel zum Verständnis ihres Landes in die Hand gegeben.
Hoffen wir, dass dieses Land, das nicht Europa und auch nicht Asien ist, seinen schwierigen Weg zwischen den Polen zu einer eigenen Identität finden wird.
So wie Canan.
Dienstag, 21. Oktober 2014
Unter Segeln: Tahtali Dag. Ankern, wo die Götter wohnen.
![]() |
| "Mount Olymp", heute "Tahtali Dag". Von 0 auf 2.366 Meter Höhe. |
Vermutlich waren es Siedler aus Rhodos, die hier in der Bucht um 690 vor Christus die Stadt Phaselis gründeten, deren drei (!!) Häfen man heute noch besichtigen kann. Glaubt man Legende und Mythos, begann alles wie so oft mit einem cleveren Deal: Den ersten Hirten, dem die Kolonisten aus Rhodos hier begegneten, fragten sie, was er denn als Ansiedlungsgebühr gerne hätte: Gerstenbrot? Oder gesalzenen Fisch? Der Hirte, offenbar schlichten Gemüts oder einfach nur hungrig, entschied sich für den gesalzenen Fisch. Und da waren Sie nun. Und der unaufhaltsame Aufstieg der Stadt Phaselis begann.
Genau wie ich heute beim Aufstehen in der Ankerbucht, hatten auch die Griechen von Phaselis das gewaltige, auf über 2.300 Meter aufragende Bergmassiv vor Augen, das sie "Olymp" nannten. Und weil "Bergsteigen" und "Bergwandern" eine Sache ist, die die Menschheit zu Lust & Zeitvertreib gerade mal seit 150 Jahren planmässig betreibt - vorher kam niemand auf die Idee, so etwas aus Spaß zu tun - war das, was da oben auf dem Olymp war, für die unten "terra incognita." Man blieb unten. Und dachte sich sein Teil über "das da oben". Leere. Stille. Abwesenheit des Nichtigen. Unerreichbarkeit: Ein Ort, wo die Götter wohnen.
Nachsehen, ob die Götter da wirklich wohnten, ging damals niemand. Erstens sind es ja manchmal unsere Träume, die unser Leben erst so richtig schön machen. Und wenn man nachschauen geht, dann ist der Traum unweigerlich futsch. Und zweitens wäre Nachsehen auf unwirtlichen 2.000 Höhenmetern mit Beschwerlichkeit, wenn nicht gar Gefahr verbunden gewesen. Das lehrte uns nun wirklich Ötzi und sein Schicksal, das sich 2.500 Jahre vor der Gründung von Phaselis erfüllte.
Heute geht das einfacher: eine Seilbahn bringt bis zu 80 Wissbegierige pro Kabine mit einer Geschwindigkeit von 36 km/Stunde in 10 Minuten von 0 auf 2.366 Meter, auf den Gipfel. Aber Nachsehen, ob da die Götter wohnen, kann man vermutlich da nicht mehr. Der Berg heißt ja auch heute nicht mehr "Olymp", sondern "Tahtali Dag", "Tachtali Daaah" gesprochen. Aber wunderschön ist er immer noch, im Morgenlicht, der "Tahtali Dag". Und wer weiß, was man da oben findet, wenn man Nachsehen geht? Immer noch: Leere. Stille. Abwesenheit des Nichtigen. Unerreichbarkeit.
Und das wäre doch schon unglaublich viel.
Ich nehme mir vor, irgendwann in den nächsten Wochen nachsehen zu gehen. Auf dem "Tahtali Dag".
"Tahtali Dag"? Wo ist das denn, bitte? Nicht weit von Antalya. Gleich hier.
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